Muse­ums­füh­run­gen

«Übri­gens ist mir alles verhasst, was mich bloss belehrt, ohne mich zu bele­ben» (Goethe)

Museen als ‹Schlecht­wet­ter-Tip›? Der Muse­ums­be­such als Pflicht­vi­site mit Alibi­funk­tion, Motto: ‹Ja, da war ich auch›. Das gibt es, aber zum Glück immer selte­ner. Entde­cken Sie mit uns, dass «museal» und «verstaubt» keine Synonyme sein müssen.

Wir bieten Ihnen einen leben­di­gen und unter­halt­sa­men Zugang zur Viel­falt der Enga­di­ner Muse­ums­land­schaft, brin­gen Expo­nate und Vitri­nen, Texte, Bilder und Skulp­tu­ren für Sie und mit Hilfe Ihrer Fragen zum Spre­chen, – und sind gern über­flüs­sig, wenn die Neugier erst geweckt und das Gespräch am «Sitz der Musen» (museion) auch einmal Ihr ganz priva­tes sein möchte.

 

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Am 20. Juni 2020 öffnet das Segan­tini Museum in St. Moritz nach drei­mo­na­ti­ger Schlies­sung seine Tore wieder und freut sich auf den Besuch von Einhei­mi­schen und Gästen. Diese finden dort das welt­weit umfas­sendste und bedeu­tendste Ensem­ble des gros­sen Erneue­rers der Alpen­ma­le­rei, mit Meis­ter­wer­ken wie «Ave Maria bei der Über­fahrt», «Mittag in den Alpen» und dem Tripty­chon «Werden – Sein – Vergehen».

Spezi­ell Letz­te­res inspi­riert seit jeher und bis heute Musi­ker, Lite­ra­ten und bildende Künst­ler. Ein über­zeu­gen­des Beispiel dieser Rezep­tion in der Gegen­warts­kunst stellt das Werk «Werden   Verge­hen» des deut­schen, in Grau­bün­den (Lüen) leben­den Foto­gra­fen Stephan Schenk dar, das diesen Sommer in Dialog mit Segan­ti­nis Alpentri­pty­chon tritt. Schenks 2016 entstan­de­nes Dipty­chon besteht aus raffi­nier­ten Tapis­se­rien (je 210 x 285 cm, gewo­ben in 12 Farben), die auf zwei Fotos dessel­ben üppi­gen Pfingst­ro­sen­strau­ches basie­ren. Auf dem einen Foto ist der Strauch voller Knos­pen, auf dem zwei­ten sind die Rosen bereits verblüht. Die Thema­tik des Tran­si­to­ri­schen ist für den Foto­gra­fen wie für den Maler zentral. Beide betrach­ten es in seiner doppel­ten und nur schein­bar wider­sprüch­li­chen, nega­ti­ven wie posi­ti­ven Valenz: als Vergäng­lich­keit, Hinfäl­lig­keit alles Seien­den, aber auch als sich immer erneu­ern­den Fluss des Leben­di­gen, der nicht versie­gen kann. So folgt zwar allem Werden und Sein ein Verge­hen, dieses ist aber Endpunkt und zugleich Beginn eines neuen Lebenszyklus’.

20. Juni – 20. Okto­ber, Di-So, 11–17 Uhr.
www.segantini-museum.ch
Führun­gen auf Anfrage

Sils Museum – 1 Stunde

Führung durch die jewei­lige Sonder­aus­stel­lung im Sils Museum.

Führun­gen
23. Juni bis 20. Okto­ber 2020
jeden Diens­tag, 17 Uhr, ca. 1 Stunde
durch die Ausstel­lung füh­ren Mirella Carbone
oder Guido Locher

Eintritt CHF 12.–

Sils Museum

2 - Robbi Selbstportr+ñt

Das Nietz­sche-Haus und seine Ausstellungen
1.5 Stunden

Während der Sommer­sai­son 2020 werden Führun­gen in deut­scher Spra­che jeden Mitt­woch von 11.00 bis 12.45 Uhr in Vortrags­form (mit zahl­rei­chen Bildern) in der Offe­nen Kirche Sils statt­fin­den. Während der Öffnungs­zei­ten (15.00–19.00 Uhr) können die Teil­neh­men­den am Vortrag dann indi­vi­du­ell das Museum gratis besu­chen. Teil­neh­mer­zahl begrenzt, Anmel­dung erfor­der­lich bis 1 Std. vor Beginn des Vortrags.
Auch Extra-Führun­gen für Grup­pen (in den Spra­chen Deutsch, Englisch, Italie­nisch) folgen diesen Modalitäten.

Nietz­sche Haus Sils Maria

 

0 - Nietzsche-Haus Foto

Die Ciäsa Granda in Stampa (Bergell)
1.5 Stunde

Mittel­punkt der Führung ist die beacht­li­che Kunst­samm­lung mit Werken von Giovanni, Augusto, Alberto und Diego Giaco­metti sowie von Varlin.

Ausser­dem beher­bergt das Museum eine inter­es­sante mine­ra­lo­gi­sche und natur­his­to­ri­sche Samm­lung sowie eine Ausstel­lung zur Bergel­ler Wohnkultur.

Museum Ciäsa Granda Stampa (Bergell)

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