Donners­tag, 6. Februar 2020, 17.30 Uhr, Pavil­lon Chesa Fonio, Sils 

Giovanni Segan­ti­nis Tripty­chon Werden–Sein–Vergehen.
Die Geburt eines Meis­ter­werks aus den Trüm­mern eines geschei­ter­ten Werbe­pro­jekts.

Vortrag mit Bild­pro­jek­tio­nen und Lesung aus unver­öf­fent­lich­ten Doku­men­ten

«Unser Enga­din muss in der Welt mehr geschätzt und bekannt werden, und zu diesem Zwecke wird sich viel­leicht niemals eine güns­ti­gere Gele­gen­heit darbie­ten, als jene, die uns die grosse Welt­aus­stel­lung gibt, die Paris am Ende des Jahr­hun­derts als Rendez­vous der Intel­li­genz und des Reich­tums bietet. Ich dachte, es soll­ten alle die Schön­hei­ten, die uns umge­ben, in dieser gewal­ti­gen Ausstel­lung ihren würdi­gen Platz finden, und habe das Projekt erdacht, welches, verwirk­licht, die höchste Auszeich­nung unter dem Besten dieser zukünf­ti­gen Welt­aus­stel­lung sein wird.»
Diese Worte bilden den Anfang eines Vortrags, den Giovanni Segan­tini am 14. Okto­ber 1897 in Same­dan vor mehr als hundert Inter­es­sier­ten hielt. Warum das von ihm «erdachte» Projekt eines wahr­lich gigan­ti­schen Alpen­pan­ora­mas nicht verwirk­licht wurde, welche Umstände dazu führ­ten, dass dann, als «beschei­de­ner» Panora­ma­er­satz, das Tripty­chon „Werden–Sein–Vergehen“ entstand, und wie dieses unvoll­endete Meis­ter­werk schliess­lich nach St. Moritz, ins Segan­tini Museum gelang, das sind die Haupt­the­men, denen Konser­va­to­rin Dr. Mirella Carbone diesen Vortrag widmet. Bisher in deut­scher Spra­che unver­öf­fent­lichte Briefe des Künst­lers beglei­ten ihre Ausfüh­run­gen.

Pavil­lon Chesa Fonio, Sils.
Eintritt: Erwach­sene CHF 15.–/Jugendliche CHF 8.–.

 

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